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Verfall und Triumph, Erster Teil
Gedichte

written by "Becher, Johannes R., 1891-1958"
...posaunen blies. Auf einem Esel grau durchritt er weite Stdte, Wo schlanke Palmen bauten wieder Tempel khl. Die Frauen rauschten. Er ward aller Nacht und Bette, Dann Sonnenglanz und buntes Marktgewhl. Nun treibt er wieder mit Gesang und weien Schafen Durch wirre de, Fels und dsterer Trauer Hain — (. . . Du mgest einmal bei mir schlafen! Das enge Bett wr nicht zu klein . . .) Du bist es, den ich nchtlich oft auf Bnken In Parkanlagen oder unten tief am Flusse finde, Du armer Bettler, den ich denke, Wenn ich den aufgegangenen Schuh mir binde. Ein wenig gleichst du der Geliebten auch. Bist Duft von ihr und Hauch von ihrem Hauch. Mystisches Dasein Ich bin nur da, um selig dir zu weinen Und da vielleicht mir dieses noch gelinge, Auf da ich makellos vor dir erscheine Und nichts mich in Verwirrung bringe, Nicht jenes strahlende Gespann, Das brllend sauset ber Kluft und Bogen — Da ich von dir nur angezogen Mich ganz in dich verlieren kann. Gesang vor Morgen Da kotzt auf Dcher Mondes schiefer Mund Gallgrnen Schleim. Noch Autobusse zgern. Die Strae heult, ein aufgeteilter Hund, Dadurch wir waten dnn mit Aktenschmkern. In hohen Lften Kohlenhaufen glosen. Der Wolken graue Rcke weisen Schlitze. Geschwollene Scham quillt auf ein Himmel rosen, In dessen Fleisch wohl krumme Messer blitzen. Die Mrder unter dsterem Baldachin An Galgen baumeln, schlagend oft zusammen. Auf Pltze klatschen Kbel Blutes hin. Der Huser Hften peitschen Scharlachflammen. Die Huren sammeln sich vor blinder Kneipe, Wie Vogelscheuchen flatternd auf dem Felde, Die klappern in der Morgenwinde Klte. — Wir werden uns an fernem Ort entleiben. Herbst-Gesnge I Laubkronen schon beginnen zu entschweben, Wei berfallen uns die Dmmerungen. Von Fulnis ist des Himmels Schwamm durchdrungen. Wie Schnecken wir an schleimig...

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